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Das inoffizielle Ambulante-Intensiv-Programm (AIP) des Dr. F. Urbaniok Im Jahr 2000 lancierte der Leiter des zürcherischen Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) Dr. F. Urbaniok sein ehrgeiziges AIP mit der Gründung von zwei Gruppen, einer mit Gewaltstraftätern, die andere mit Sexualstraftätern. In der Öffentlichkeit sind Dr. Urbaniok, der Justizvollzug Zürich und Regierungsrat Notter bemüht dieses Programm als vollen Erfolg darzustellen. Dass dem nicht so ist, zeigt unter anderem ein Facts-Artikel (Ende 2003) sehr deutlich. Zu „Blütezeiten“ umfasste das AIP drei Gruppen mit mindestens je fünf Teilnehmern. Zur Zeit (Februar 2004) ist besonders eine Gruppe im Verfall begriffen – sie ist bis auf zwei Klienten geschrumpft, wobei ein dritter eine Auszeit genommen hat und nur mit viel Überredungskunst mal wieder einige Sitzungen mitmacht. Gruppentherapie mit zwei Therapeuten und zwei Klienten! Es ist klar, dass Herr Dr. Urbaniok mit allen Kräften versucht sein Programm zu retten und sich eifrig nach weiteren Teilnehmern umschaut. Innerhalb der Mauern sind wir bezüglich Input von Aussen leider ausserordentlich eingeschränkt; desto deutlicher haben wir aber das Anstaltsleben vor uns. Im Folgenden haben wir zwei Gespräche aus erster Hand mit ehemaligen AIP-Teilnehmern wiedergegeben. Es kommen dabei Begebenheiten ans Tageslicht (Konzeptlosigkeit, sektenartige Strukturen, lügende Therapeuten), welche von den Verantwortlichen nur zu gern verschwiegen und vertuscht werden, trotz der penetrant herausgekehrten, angeblichen Transparenz, welche von Dr. F. Urbaniok in der Öffentlichkeit propagiert wird. Das AIP ein voller Erfolg mit einer bis über die Schweizer Grenzen hinaus bekannten Qualität, wie uns die Verantwortlichen weismachen wollen? Urteilen Sie selbst: An dieser Stelle möchten wir betonen, dass wir nicht grundsätzlich gegen Therapien sind, oder gar die dauerhafte Verwahrung, ohne Bestrebungen den Gefangenen (auch mit Therapien) zu resozialisieren, befürworten.
Interview mit dem ehemaligen AIP-Teilnehmer X.*X. war von Anfang an dabei und kennt deshalb wertvolle Tatsachen. Im Gegensatz zum zweiten Interview ging X. ohne zu zögern auch auf Details ein. Er fürchtet sich nicht davor erkannt zu werden, weil er einen sehr guten Grund hat, nicht mehr im AIP dabei zu sein. NON GRATA: Wie bist du zum AIP gekommen? X: Es gab einmal eine Informationsveranstaltung in der Aula. NG: Wer war alles anwesend? X: Urbi, Gröfli, Bü, und einige Therapeuten, die später die Gruppen geleitet haben (Urbi = Herr Dr. F. Urbaniok, Gröfli = Anstaltsdirektor Herr U. Graf, Bü = Vizedirektor Herr Dr. K. Büttikofer, Anm. der Red.) NG: Wie viele Gefangene waren da? X: So höchstens 20. NG: Worum ging es bei dieser Informationsveranstaltung? X: Sie haben das AIP vorgestellt. NG: Wie wurden dann die Gefangenen ausgewählt, welche beim Programm mitmachen durften? X: Über die Therapeuten, zu denen sie in die Einzeltherapie gingen. Wir wurden später ins Schulzimmer im Sozialzentrum geladen und bekamen etwa 20-30 Seiten mit Fragen ausgeteilt. Es waren etwa zehn Gefangene dabei, gleich so viele, wie dann auch in die Gruppen kamen. Wir brauchten einen halben Tag, um die vielen Fragen zu beantworten. Dann haben wir längere Zeit nichts mehr davon gehört. NG: Wie wurden dann die Gruppen aufgeteilt? X: Zuerst wollten sie Sexual- und Gewaltstraftäter mischen. Aber die Gewaltstraftäter sagten durchs Band, sie wollen nichts mit den anderen zu tun haben. Bei den Sexualstraftätern hielten sich pro und contra die Waage. Schlussendlich scheiterte das Vorhaben wegen der Gewaltstraftäter und sie mussten die beiden Gruppen trennen. NG: Wie kam das AIP schliesslich in Gang? X: Na, es kam zur ersten Sitzung. Wir mussten uns alle vorstellen. Die Therapeuten stellten sich auch vor. Die erste Therapeutin war schwanger und musste deshalb später ersetzt werden. Nach ihr bekamen wir eine neue Therapeutin, die auch ausgetauscht wurde; weil sie zu sehr für die Insassen war, ist sie gegangen worden. Sie stand immer wieder an, sie sah was vor sich ging und die anderen Therapeuten schafften es nicht sie 100% auf ihre Frequenz zu bringen. Also musste sie gehen. Währenddessen kam erst das eigentliche Konzept unter dem Deckmäntelchen hervor. Sie erklärten uns, was sie von uns wollten, der Therapievertrag und so. NG: Wie sah ihr Konzept genau aus? X: Eigentlich hatten sie nichts in den Fingern. Sie sagten uns, wir müssten nun gemeinsam ein Konzept erarbeiten. Bald gab es Ärger. Eigentlich begann der Ärger erst später, als wir das Gefühl hatten, sie wüssten nicht was sie wollten, wir fingen an Cola zu saufen und Zeitung zu lesen. Auch die Termine klappten nicht. In den ersten Monaten ging es eigentlich nur um den Therapievertrag und den Datenschutz. Niemand von uns wollte den Therapievertrag unterschreiben. Nach weniger als einem halben Jahr wurde unsere Gruppe aufgelöst. NG: Wieso bist du gegangen? X: Ich blieb länger als die anderen. Sie kamen aber eines Tages und verkündeten uns, die Gruppe sei aufgelöst. Danach kamen sie wieder auf mich zu. Ich sagte ich würde schon noch einmal kommen. Beim zweiten Versuch sagten sie, wir sollen unsere Meinung sagen. Wir wollten den Datenschutz unbedingt klar regeln. Sie benutzen dabei den Therapievertrag als Werkzeug, um dies auszuhebeln NG: Wie kam es schliesslich zum endgültigen Bruch? X: Es ging um Videoaufzeichnungen. Sie sagten uns vorher man sei gar nicht drauf, oder nur von hinten, so dass man uns nicht erkennen könne. Ich wollte einen Deal mit dem Therapeuten B.* Ich komme auch drauf (auf das Video, Anm. d. Red.), aber nur unter der Bedingung, dass das Tape in der Anstalt bleibt, eingesperrt in einem Schrank. B. sicherte mir dies zu. Aber er ging dann damit nach Zürich in die Feldstrasse (Sitz des PPD, Anm. d. Red.). NG: Woher weisst du das? X: Als er bei der nächsten Sitzung kam, nahm er es aus seiner Tasche raus. Ich sprach ihn nach der Sitzung darauf an, ich nahm ihn auf die Seite, er habe doch gesagt es bleibe in der Anstalt, er werde es nicht mitnehmen. Er sagte mir er habe damals nicht die Wahrheit gesagt. Er wusste, er werde es mitnehmen. Darauf sagte ich zu ihm, er solle mir nie mehr mit Erklärungen über Vertrauen kommen. Nach etwa zwei Wochen gab es eine grosse Sitzung, Urbaniok war nicht dabei. Ich zwang den Therapeuten vor allen dies zu sagen. Ich sagte er solle die ganze Story von vorher noch einmal sagen. Er tat es. Dann sagte ich zu allen, ich sei von jetzt an nicht mehr dabei, die Sache sei für mich erledigt. Trotzdem verlangte ich einen runden Tisch mit Urbaniok, denn ich wollte es ihm selber noch sagen, ich vertraute denen nicht mehr und wollte sicher gehen, dass sie ihm nicht etwas Falsches erzählen. Dann habe ich am runden Tisch alles nochmals dem Urbaniok erzählt, die Anwesenden bestätigten. Mit der Zeit wurde Urbaniok stinkig. Ich forderte B. auf, Urbaniok das Vorgefallene zu sagen. Er wollte zuerst nicht. Ich fasste nochmals alles zusammen und drängte ihn ja oder nein zu sagen. „War es so, ja oder nein?“ Nach langem Zögern bejahte er es schliesslich. Ich verabschiedete mich von allen und sie fragten mich nie wieder. Es ist für den Leser sicherlich interessant zu wissen, dass der lügende Therapeut noch immer im AIP tätig ist (er war sogar im Fernsehen) und die Gefangenen auf Ehrlichkeit und Offenheit trimmt, wobei er natürlich, wie sein Chef, die Transparenz nicht zu betonen vergisst.
Gespräch mit dem ehemaligen AIP-Teilnehmer Z.*Auf Bitte von Z. hin haben wir das Gespräch nicht mit allen Details veröffentlicht, weil er befürchtet sonst erkannt werden zu können. Da es sich um ein Gespräch handelt, sind die Fragen nur spärlich festgehalten. Wir legten den Artikel wie er nachstehend zu lesen ist Z. vor. Er war mit der Veröffentlichung einverstanden. NON GRATA: Wie hast du die Atmosphäre während deiner Zeit im AIP empfunden? Z: Man lebt in ständiger Angst, etwas Falsches zu sagen, oder was falsch zu machen. Die Therapeuten lassen einen ihre Macht immer wieder spüren. Ein Ausschluss aus der Gruppe ist auch ohne direkten Bezug zum AIP möglich, dies wird auch als Druckmittel eingesetzt, damit man sich fügt, man darf nicht mehr sagen, was man will, man darf nicht mehr handeln, wie man es für richtig hält. Die Aufseher schauen die AIP-Teilnehmer von oben herab an, wenn man einen kleinen Fehltritt macht, reiben einem die Aufseher sogleich die AIP-Mitgliedschaft unter die Nase: „Aber Sie sind doch im AIP, Sie sollten das doch gelernt haben!“ Die Therapeuten achten besonders auf Negatives. Positives wird vorne weggelassen. Es herrscht keine wirkliche Meinungsfreiheit, wenn die Therapeuten anderer Meinung sind, dann reden sie so lange auf einen ein, bis man nachgibt. In Diskussionen herrscht „Chrüz und Chabis“ ich habe noch nie erlebt, dass man einander aussprechen lässt. NG: Wie steht es mit dem Vertrauen? Z: Während den Sitzungen herrscht kein richtiges Vertrauen. Man spricht und verhält sich anders in der Gruppe vor den Therapeuten, als draussen nach der Sitzung. Die Therapeuten sind schlechte Vorbilder. Z.B. kommen sie manchmal zu spät und entschuldigen sich mit viel Verkehr und Schwamm drüber. Aber wehe ein Insasse kommt zu spät. Es wird dann stundenlang diskutiert. NG: Stundenlang? Z: Ja, stundenlang, wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht, man wird fürs zu spät kommen wie ein Verbrecher dargestellt und behandelt, man muss Rede und Antwort stehen und wird gemassregelt. (Z. erzählt ein konkretes Beispiel, welches wir wegen möglicher Rückschlüsse weglassen müssen. Anm.d.Red.) Auch werden Versprechungen auf Beistand gemacht und nicht gehalten, wenn es hart auf hart kommt. Dann wird die Verantwortung abgeschoben (Z. erzählt ein weiteres Beispiel. Anm.d.Red.). NG: Wie werden Therapievertrag und Gruppenregeln umgesetzt? Z: Für mich ist ein Therapievertrag wie ein Ehevertrag: In guten wie in schlechten Zeiten. Doch für die Therapeuten heisst therapeutische Beziehung, solange man gemeinsam am Tisch hockt, Händchen hält und „Kumbaja“ singt, ist alles in Ordnung. Doch wehe es kommt mal hart auf hart und es passiert etwas, was den Therapeuten nicht ins Konzept passt, d.h. wenn man sich nicht brechen lassen will, dann wird man schneller fallen gelassen, als eine heisse Kartoffel. Alle die man rausgeworfen hat (aus dem AIP, Anm. d. Red.), waren Menschen mit einer eigenen starken Persönlichkeit. Wie in einer Sekte, sobald sie merken, dass sie einem ihre Weltvorstellungen – welche nicht immer der Realität entsprechen müssen – nicht aufzwingen können, wird man rausgeschmissen. In ihrer Sprache heisst das suspendieren. Aber nicht ohne, dass sie einem genüsslich die eigenen Unzulänglichkeiten unter die Nase reiben. (Wieder erzählt Z. ein konkretes Beispiel. Anm. d. Red.) Auch steht, es gäbe keinen abrupten Austritt, das gilt aber nur für die AIP-Teilnehmer, wenn die Therapeuten jemanden rauswerfen wollen, dann können sie ihn zum Teufel jagen, wann sie wollen. Auch die Regel bezüglich Ämtern, da steht sie seien alle freiwillig. Man darf zwar aussuchen, aber man wird doch unter Druck gesetzt eins anzunehmen, keins annehmen geht nicht. Die Ämter werden Handgelenk mal Pi umverteilt, der Sinn ist, dass jeder einmal jedes Amt hatte. Wo ist denn da das „freiwillig“? NG: Was denkst du über die Therapeuten? Z: Die vom AIP sind der Meinung die Moral stehe über der Verfassung, man ist ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Nach dem DOK-Film im Schweizer Fernsehen wurde eine Vollversammlung abgehalten, zu der die Journalisten eingeladen wurden. Frau Chopard (eine der zwei Therapeutinnen des AIP und ehemalige Psychiatrieschwester, Anm. d. Red.) fand den Film frauendiskriminierend, z.B. wegen der Szene, als Frau Wick (die andere Therapeutin, ebenfalls ehemalige Psychiatrieschwester, Anm. d. Red.) kaugummikauend während der Therapiesitzung gezeigt wurde. NG: Was hat Frau Chopard denn daran frauendiskriminierend gefunden? Z: Ich weiss es nicht. Ich hatte das Gefühl sie fühle sich von allen Seiten angegriffen und diskriminiert. Die reitet auf der Welle: „Ich kann alles genau so gut wie ein Mann.“ Wenn es aber ernst wird, hängt sie das Fraueli heraus, da muss ein Mann ran. NG: Was wurde an dieser Vollversammlung noch gesagt? Waren die übrigen Teilnehmer derselben Meinung wie Frau Chopard? Z: Es wurde ein richtiges Kesseltreiben gegen die Journalisten veranstaltet. Sie taten mir leid, denn sie konnten sich nicht richtig wehren, weil sie 20 Personen gegen sich hatten. NG: Ist sonst einmal etwas aufregendes geschehen? Z: Ja, als mal Urbaniok verschwunden ist. Das war im April (2003, Anm. d. Red.). Zwei Wochen wusste kein Therapeut wo er ist. Selbst die Visite, die er alle zwei Wochen abhält, hat er unentschuldigt ins Wasser fallen lassen. NG: Wie war die Stimmung im PPD? Z: Am Anfang hat man halt gesagt, Herr Urbaniok hat sich nicht gemeldet. Sie haben ihm SMS und E-Mails geschickt und er hat nicht zurückgeschrieben. Dann wurden die Therapeuten ein bisschen nervös. NG: Wie äusserte sich das? Z: Wenn wir fragten, sagten sie: „Wir machen uns auch schon Sorgen.“ Danach kam das grosse Schweigen. Man hatte nicht gerade das Gefühl, dass man das Verschwinden an die grosse Glocke hängen soll, man hatte auch das Gefühl, die Therapeuten seien der Meinung, sie hätten einen Fehler gemacht uns davon zu erzählen. Aber dann war Urbaniok plötzlich wieder da. NG: Wie waren die Reaktionen? Z: Erneutes Schweigen (lacht)! Auf Fragen wo er denn gewesen sei, wichen die Therapeuten aus. NG: Gab es auch witzige Situationen? Z: Ja, als z.B. einer Urbaniok fragte, ob er schwul sei. Er hat wohl diese Frage während einer Sitzung aufgeworfen. Als dann Urbaniok einmal gekommen ist, sagte ein Therapeut nun könne er Herrn Urbaniok gleich selber fragen. Dem Insassen war die Geschichte peinlich und er erklärte in seinem Land, er kommt vom Balkan, bedeute ein Ohrring im rechten Ohr, dass man schwul sei. Urbaniok antwortete im Sinn von: „Vielleicht trage ich den Ohrring so, damit man meint, dass ich schwul bin. Dies ist auch ein möglicher Grund.“ Er hat die Frage weder bejaht noch verneint. *Namen der Redaktion bekannt
Unverständlich mutet einen die Therapeutin an, die das Zeigen des Kaugummikauens ihrer Kollegin als frauendiskriminierend empfindet. Das merkwürdigste jedoch scheint das Verschwinden Dr. F. Urbanioks. Zwei Wochen ohne ein Wort zu verschwinden und Termine platzen zu lassen und das in einer so verantwortungsvollen Position, wie sie Dr. F. Urbaniok innehat, ist recht merkwürdig. Man stelle sich dies in einem Betrieb der Privatwirtschaft vor, es müsste unweigerlich zur Entlassung führen. Im Staatsdienst jedoch scheint dieses Vorkommnis nicht der Rede wert zu sein. Auffallend ist ebenso, dass Z. das Gefühl hatte es würden den AIP-Teilnehmern wie in einer Sekte Weltvorstellungen aufzuzwingen versucht. Man vergleiche dazu Herrn Dr. Urbanioks Ausführungen in seiner Autobiographie „Was sind das für Menschen? Was können wir tun?“ zu fakultativen und essentiellen Wertsetzungen, die am Anfang der Therapie besprochen werden sollten. Gelegenheit zur Stellungnahme (August 2004) Herr Dr. F Urbaniok wurde Gelegenheit gegeben eine Stellungnahme zu obigem Artikel abzugeben. Er verzichtete jedoch darauf, mit dem Hinweis er sehe sich ausser Stande in einer Stellungnahme auf die vielen Aussagen, die einer Korrektur bzw. Richtigstellung bedürfen zu reagieren. Es ist interessant, wie schnell Herr Dr F. Urbaniok nach eigenen Angaben überfordert ist, wenn er nicht wie in seinen Büchern unüberprüfte Theorien und Selbstlob verbreiten kann, sondern mit Tatsachen konfrontiert wird. Im übrigen halten wir vollumfänglich an unserer Darstellung fest und fügen noch weitere Elemente, die sich inzwischen zugetragen haben hinzu: Wer einmal lügt... Der als Lügner bezeichnete Therapeut E.B., den Sie oben kennen gelernt haben, ist weiter aktiv. Im Juni 2004 kam es zu einem Gespräch zwischen ihm und einem Gefangenen. Der Gefangene verlangte von ihm eine Erklärung, wie er zu der Behauptung kommt eine Therapie mit ihm begonnen zu haben. E.B bestritt so etwas behauptet zu haben. Darauf zog der Gefangene das Protokoll der Sitzung hervor, in der sich der Therapeut zu dieser falschen Behauptung hinreissen liess und hielt es ihm unter die Nase. Nun, vielleicht gehört ja dieser Therapeut zu den Untherapierbaren (Nebenbemerkung: Die Protokolle werden teilweise äusserst schlampig geführt und können durchaus grobe Verzerrungen beinhalten. Aber in vorliegendem Fall war dem nicht so, natürlich bis auf die Lüge des Therapeuten.) Der Wunde Punkt Offenbar sind wir mit unserem Artikel über das AIP gewissen Leuten auf den Fuss getreten. Jedenfalls veranstalteten die angesprochenen Therapeuten eine regelrechte Hexenjagd, um den "ominösen" Z. des zweiten Interviews zu eruieren Sie bedrängten zu zweit diejenigen ihrer Klienten, die ihrer Ansicht nach für das Interview in Frage zu kommen scheinen. In nicht enden wollenden Diskussionen gaben sich die "erfahrenen" Therapeuten die grösste Mühe mit allen Kniffen die Verdächtigen zu einem Geständnis zu bewegen. Zuletzt verfielen sie sogar darauf, jeden ihrer Verdächtigen einen Zettel unterschreiben zu lassen, mit welchem der Interviewführer, das bin ich, von der (nicht existierenden) Schweigepflicht entbunden wird. Nach Angaben der Therapeuten war dies die Idee eines Klienten. Auf diese Weise versuchten sie das gegebene Wort des Stillschweigens zu untergraben. Am 21 Juni 2004 riefen sie mich und versuchten mich zur Bekanntgabe des Namens zu bewegen. Während Frau Chopard überaus freundlich war, schaute der Therapeut die ganze Zeit über mit verschränkten Armen derart griesgrämig drein, dass ein zufällig Hereintretender im ersten Moment ihn für den Verbrecher gehalten hätte und nicht mich. Frau Chopard erklärte lang und breit und etwas zu betont, ihnen sei der Artikel eigentlich egal, sie seien nicht verärgert darüber Sprüche - wie "Why not?" "Who cares?" fielen Es ginge ihnen ausschliesslich darum Z. zu eruieren, weil sie sich fragten, ob eine Therapie für diesen Klienten bei einem derart grossen Misstrauen überhaupt noch sinnvoll sei. Selbstverständlich gab ich den Namen nicht preis. Ihr Kollege, welcher von mehreren Gefangenen des Lügens bezichtigt wird, stiess sich vor allem an der Geschichte mit dem Videoband. Es habe sich ganz anders zugetragen und die Geschichte stimme so überhaupt nicht. Darauf forderte ich sie auf eine Gegendarstellung zu verfassen die ich ebenfalls ins Internet stellen würde. Sofort wehrten sie ab, mit der Begründung es sei viel zu viel, was zu korrigieren wäre. Ich bemerkte, dass Gutachten und Berichte, die sie verfassen, einiges mehr an Schreibarbeit erfordern. Darauf wichen sie schnell aus und behaupteten, sie dürften ja sowieso nichts sagen, denn dazu benötigten sie die Erlaubnis von oben (der Name von Regierungsrat Notter fiel). Ihm übrigen versteifte sich der Therapeut darauf, die Artikel als "unterstes journalistisches Niveau" zu bezeichnen und dies immer wieder verschieden formuliert zu wiederholen. Sein Hauptvorwurf war, dass in der Geschichte mit dem Videoband keine "second opinion" eingeholt worden ist. Nun, zu diesem Vorwurf folgende Entgegnung:
Nach
einem Streit zweier AIP Mitglieder (siehe den Artikel Rat des
Therapeuten in der Rubrik Anekdoten), wurde der Vorfall in der Gruppe
von Frau Chopard und ihrem Kollegen eingehend besprochen. Dabei kam
das Gerücht auf, die beiden Hausarbeiter des Pavillons hätten alles
beobachtet und dies und jenes behauptet. (Nach Angaben eines
betroffenen Hausarbeiters kam diese Fehlinformation von den beiden
Therapeuten selbst.) Einige Gruppenmitglieder sprachen darauf die
Hausarbeiter in dieser Sache an. Doch diese wussten von nichts und
verlangten in einem Schreiben (Siehe dazu Akte1 Da die beiden Therapeuten offensichtlich wie ihr Führer, Herr Dr. F. Urbaniok, mit unserem Beitrag überfordert sind und keine Gegendarstellung verfassen können, verfiel der Therapeut zu einer letzten Ausflucht, indem er erklärte ein "Hickhack" auf dem Internet sei "nicht sein Ding ". Er würde eine Aussprache mit dem Interviewten und mir begrüssen, um bei dieser Gelegenheit die Sache klarzustellen. Ich sagte zu und fragte den Betroffenen, welcher sich sofort bereit erklärte. Gleich am nächsten Tag schickte ich eine entsprechende Aufforderung an den Therapeuten. Anstelle einer Zusage des Therapeuten bekam ich ein Schreiben von dem für das AIP verantwortlichen leitenden Psychologen. Darin wird zwar behauptet sie seien zu einem Gespräche bereit, es sei aber keine direkte Anfrage an sie gelangt. Auch dies entspricht nicht der Wahrheit. Auszug aus meinem Schreiben an den Therapeuten: "Wie Sie in unserem kürzlich geführten Gespräch ausführten, würden Sie eine Aussprache wegen der "Videobandgeschichte" mit Herrn X und mir begrüssen um die Dinge klar zu stellen. Ich habe heute Herrn X darauf angesprochen und er erklärte sich sofort zu einer Aussprache bereit. Er erwähnte auch etwas von Protokollen, die offenbar geführt worden waren, und die Sie als Gedächtnisstütze nachlesen sollten. Nun liegt es an Ihnen, ob Sie Ihren Worten auch Gewicht verleihen wollen und die Aussprache in die Wege leiten." Meines Erachtens ist dies eine ziemlich klare Anfrage. Trotzdem schickte ich ein zweites Schreiben an den Therapeuten mit einer noch klareren Anfrage. Wiederum bekam ich Antwort vom leitenden Psychologen des AIP. Nun warten wir auf die Aussprache. Verfall des AIP Die Verantwortlichen werden nicht müde das millionenschwere AIP überschwänglich zu loben. Eine "bis über die Schweizer Grenzen hinaus anerkannte Qualität" wird ausgerufen, ohne die entsprechenden Beweise zu liefern. Nur zu gerne verschweigt man wichtige "Details". So wurde zum Beispiel eine Gruppe (Stand August 04) aus Mangel an Teilnehmern aufgelöst. Dies nachdem im März dieses Jahres ein AIP Mitglied offenbar derart motiviert war, dass er von einem Urlaub in sein Heimatland flüchtete, um dort die Therapie fort zu setzen. Um dem entgegen zu treten, werden einige ausgetretene Mitglieder verschiedentlich bedrängt wieder "einzusteigen" und andere Gefangene unter Druck gesetzt es "auszuprobieren". Meine Erfahrung mit einem AIP Therapeuten Da ich vom Gericht (auf eigene Anfrage) eine Therapie verordnet bekommen habe, wurde ich von zwei Psychologen des PPD darauf angesprochen, ohne dass eine Therapie in Angriff genommen wurde. Beide erwähnten das AIP und fragten mich, ob ich bereit sei "mitzumachen". Natürlich war ich nicht bereit, denn das AIP wurde für extrem gefährliche Täter zusammengestellt. In meinem Fall wurde jedoch angefangen vom psychiatrischern Gutachter, über das Bezirks- bis zum Obergericht von einer sehr kleinen Rückfallgefahr gesprochen. Würde ich also am AIP teilnehmen, bekäme ich den Gratisstempel "extrem gefährlich", was nicht in meinem Sinne sein kann. Einige Zeit nach dem Gespräch mit dem zweiten Therapeuten, liess mich der deutsche S.S., einer der beiden Therapeuten des AIP, rufen (insgesamt sind es zwei weibliche und zwei männliche TherapeutInnen). Was für ein Zufall, dass mir ausgerechnet ein Therapeut des AIP zugeteilt wurde! Nichtsdestotrotz war ich bereit die Therapie mit S.S. zu beginnen. Doch schon nach der zweiten Stunde war mir klar, dass ich mit diesem Therapeuten nicht klarkommen würde. Es würde zu weit führen die Gründe detailliert aufzuführen. Hauptsächlich fehlte es ihm zwar nicht an einem Konzept, doch schon in zwei Stunden schaffte er es mehrfach davon abzuweichen. Im übrigen verhaspelte er sich mehrmals in Widersprüche, als ich ihn mit Fragen darauf hinwies, wechselte er in windeseile das Thema. Also schickte ich ein Einschreiben an die Führung des PPD, in dem ich erklärte eine Therapie mit diesem Therapeuten komme nicht in Frage. Wohlweislich fügte ich unterstrichen hinzu, ich sei weiterhin bereit eine Therapie durchzuführen. Hinter meinem Rücken und ohne mein Wissen beschlossen Herr S.S. und ein leitender Psychologe, ich sei nicht therapiewillig und man werde erst in 1 - 2 Jahren wieder auf mich zukommen!? Dies trotz meiner eindeutigen und unterstrichenen Formulierung in meinem Einschreiben. Herr S.S. gelangte in einem Schreiben an meine Fallverantwortliche vom Sonderdienst. In diesem kurzen Schreiben schaffte es Herr S. S mehr Unwahrheiten und Lügen unterzubringen als Tatsachen. Ich sah mich genötigt, diese Unwahrheiten und Lügen in einem ausführlichen Schreiben klar zu stellen. Nach einigen Wochen gelangte S.S. wieder an mich und eröffnete mir, der PPD sei der Meinung, wir sollten trotz allem Zusammen eine Therapie in Angriff nehmen, nicht zuletzt weil die Kapazitäten ausgeschöpft seien und keine anderen Therapeuten zur Verfügung stünden (auch dies eine klare Lüge, wie Nachforschungen meinerseits ergaben). Ich schlug aus und gelangte mit dem Antrag an den Justizvollzug Zürich, es sei eine Therapie durch zu führen. Nun warte ich, dass der PPD seiner Verpflichtung nachkommt und mir einen Therapeuten stellt. Unter der Hand habe ich erfahren, dass ich als "Spezialfall" behandelt werde, was immer das auch heissen mag. Jedenfalls erhalte ich keine Therapie und somit sind jegliche Vollzugslockerungen von vornherein ausgeschlossen. Dies kann nicht anders gewertet werden, als eine Retourkutsche des PPD für meine veröffentlichten Artikel.
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